Taktik für Beginner

Wie bereits früher erwähnt, wird der Segeltaktik meist viel zu viel Bedeutung beigemessen. Segeltaktik wird erst dann der wichtigste Faktor im Spiel, wenn man diesen Sport auf sehr hohem Niveau betreibt. Für alle anderen ist es besser die karge Trainingszeit in Segeltechnik und Bootstuning zu investieren. Ganz ohne Taktik geht es aber auch nicht. Deshalb haben wir hier ein paar Grundregeln niedergeschrieben. Wenn ihr die befolgt, seid ihr schon besser als 80 % der Konkurrenz, außer ihr bewegt euch auf Weltcup Niveau. In diesem Fall braucht ihr hier nicht weiterlesen.

 

Um diese Regeln möglichst kurz und kompakt zu halten, haben wir in einigen Fällen auf Erklärungen verzichtet, warum etwas so oder so gemacht werden sollte. Also tu es einfach und du wirst sehen, dass deine Ergebnisse besser werden. Falls du näheres Wissen willst, besuche einfach unsere anderen Seiten.

01 Lese die Unterlagen

Tornadostart

Wie oft kommt es vor, dass jemand den Kurs nicht kennt, zu einer falschen Bahnmarke fährt oder nicht weiß, welche Ersatzstrafe vorgesehen ist? Die Ausschreibung und die Segelanweisungen sollte man wirklich genau lesen, auch dann, wenn 90 % des Inhaltes meist gleich sind. Wichtig sind die 10 % die unterschiedlich sind. Es kann entscheidend sein zu wissen, ob am letzten Vorwindkurs auch außerhalb des Gates gefahren werden darf oder das Gate noch passiert werden muss. Wichtig sind auch die zusätzlichen offiziellen Informationen am schwarzen Brett. Weil nahezu alles, was wir vorher gelesen haben, von der Regattaleitung wieder verändert werden kann. Bedenkt auch, dass alles was bei einem Skippersmeeting gesagt wird, zwar eine wichtige Information sein kann, aber es zählt nur das was geschrieben steht. nach oben Besteht daher darauf, dass Aussagen der Wettfahrtleitung beim Skippersmeeting, die in Widerspruch zu den schriftlichen Unterlagen stehen, schriftlich ausgehängt werden. Ganz wichtig ist es auch nach dem Ende der Protestfrist auf das schwarze Brett zuschauen. Möglicherweise stehst du auf der Liste der Proteste, oder es stimmt etwas nicht bei den ausgehängten Ergebnissen.

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02 Kenne die Grundregeln

RRS Rule 11

Wie schon in der Einleitung erwähnt, muss man zwar das Regelbuch nicht auswendig aufsagen können, wie so mancher Schiedsrichter. Man muss auch nicht unbedingt die einzelnen Paragraphen auswendig können, aber man sollte in den Grundregeln, speziell im Teil 2 der Wettfahrtregeln halbwegs sicher sein. Wenn die Gegner merken, dass du bei den Regeln unsicher bist, wird das kaltblütig ausgenutzt. Dir wird die Vorfahrt genommen von einem Konkurrenten, der dir irgendwelche Paragraphen und Regeln an den Kopf schmeißt, die du nicht kennst, die vielleicht gar nicht existieren oder seit zehn Jahren nicht mehr gelten.

Falls du eine kleine Regelauffrischung brauchst, findest du hier das Wichtigste aus den Wettfahrtregeln.

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03 Fahre rechtzeitig zur Bahn

Starting VesselDu hast vielleicht gemerkt, dass coole Spitzensegler bei der Clubregatta als Letzte hinausfahren und dann die Wettfahrt trotzdem gewinnen und das sind doch deine Vorbilder. Warum also solltest du den Hafen als einer der Ersten verlassen, wo dein Vorbild noch ein Bier an der Bar trinkt?

Ich bin überzeugt, die sind nur so cool, weil sie sicher sind, die Clubregatta auch so zu gewinnen, oder weil ihnen das Ergebnis der Clubregatta eigentlich total egal ist. Wenn es bei diesen coolen Typen um etwas geht, dann sind sie garantiert sehr früh auf der Bahn.

Warum ist es wichtig rechtzeitig auf der Bahn zu sein? Dafür gibt es viele Gründe: Das Boot muss an die herrschenden Bedingungen angepasst und eingestellt werden. Du musst dich an das Wasser, den Wind und die Welle gewöhnen. Die erste Welle, die dich trifft versetzt dir einen Kälteschock, die zweite fühlt sich schon angenehmer an und ab der dritten merkst du das kalte Wasser kaum noch. Beobachte den Wind. Wird er kontinuierlich stärker, oder flaut er ab. Dreht der Wind konstant in eine Richtung, oder pendelt er hin und her. Diese Informationen liegen auf der Bahn. Du musst nur dort sein, um sie aufzuheben. Dann ist es nicht mehr Zufall, ob du auf der richtigen Seite bist, sondern das Ergebnis deiner Überlegungen. nach oben

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04 Meide die Startlinienenden

Start-Meide die Enden

Diese und die folgenden Grundregeln beziehen sich alle auf den Start. Möglicherweise wunderst du dich, warum ich dem Start so viel Aufmerksamkeit widme. Das sind doch nur maximal 10 Minuten und die Wettfahrt dauert doch 1 1/2 Stunden. Ja das schon, aber wenn der Start schlecht ist, hast du nahezu keine Chance einen Spitzenplatz zu belegen. Mit höchster Anstrengung und Konzentration schaffst du es vielleicht bis ins Mittelfeld, nur weil du in den ersten 10 Minuten einen Fehler gemacht hast, oder unaufmerksam warst. Normalerweise ist eine der beiden Enden bevorzugt. In diesen Fall gibt es nur einen optimalen Startplatz. Entweder direkt neben dem Startschiff oder neben der anderen Startlinienbegrenzung. Glaubst du wirklich, dass du diesen einen optimalen Startplatz erobern wirst? Nein, der bleibt üblicherweise für einen risikofreudigen Topsegler reserviert. Wir sind aber (noch) keine Topsegler und wollen unser Risiko in Grenzen halten.

Deshalb sollten wir folgenden Plan befolgen: Wir starten auf der richtigen Seite der Startlinie, aber einige Bootslängen vom Startlinienende entfernt.

Dort haben wir die Chance mit freiem Wind und guter Geschwindigkeit die Startlinie kurz nach dem Startsignal zu überqueren und genau das war ja unser Ziel.

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05 Starte auf der Seite, wo die Cracks sind

Tornadostart

Natürlich ist es besser, die eigene Strategie umzusetzen und selbst auszutesten auf welcher Seite du starten willst. Wenn du aber noch nicht so weit bist, suche dir einen oder zwei Segler aus, von denen du weißt, dass sie gut sind und beobachte sie in der Vorstartphase. Auf Grund ihres Verhaltens wirst du schon einige Minuten vor dem Start erkennen können, wo sie beabsichtigen zu starten.

Wenn du ihren Plan durchschaut hast, musst du aber schnell versuchen, deinen eigenen Platz an der Linie zu finden und zwar nicht in unmittelbarer Nähe der Stars. Genau darum geht es im nächsten Grundsatz.

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06 Meide die Nähe der Cracks

Das klingt jetzt im ersten Moment wie ein Widerspruch zur vorigen Regel, aber du wirst gleich verstehen, was ich meine. Eines der wichtigsten Kriterien beim Start ist, nach dem Startsignal freien Wind zu haben und maximalen Speed zu fahren. Wenn die Stars der Szene neben dir starten, glaubst du wirklich, dass du lange freien Wind haben wirst? Nein, in kürzester Zeit wirst du die Abwinde der Cracks zu spüren bekommen und so Meter um Meter verlieren. Noch schlimmer, wenn einer der Stars dich als Startopfer auserkoren hat und bewusst neben dir startet, um sicher zu sein, nach dem Start schnell freien Wind und Wendefreiheit zu haben, um seine Strategie auf der Startkreuz umsetzen zu können. In diesem Fall bleibt dir nichts anderes übrig, als so schnell wie möglich die Flucht zu ergreifen.nach oben

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07 Starte auf der Linie und suche freien Wind

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Einen guten Start aus der zweiten Linie gibt es nicht. Deshalb gibt es auch so viele Frühstarts bei einem hochkarätigen Feld. Für einen Anfänger ist es sehr schwer die Entfernung zur Linie einzuschätzen. Deshalb ist es besser, du orientierst dich in der letzten Minute vor dem Start an den Booten in deiner unmittelbaren Umgebung. Zusätzlich ist ein Blick zum Startschiff und zum Pinend hilfreich. Wenn deine Sicht auf die beiden Startlinienenden ungehindert möglich ist, kannst du dir schon eine Frühstartstrategie überlegen. Wenn jedoch die Enden gut von anderen abgedeckt sind, sei ruhig mutig und fahre ein wenig vor. Aber die letzten Sekunden vor dem Start solltest du noch Platz zur Linie haben, um zu beschleunigen. Es hilft nichts mit einem noch gezügelten Rennpferd als erster nach dem Startsignal die Linie zu kreuzen. Bis du dein Boot auf optimale Geschwindigkeit beschleunigt hast, sind deine Konkurrenten schon einige Meter vor dir.

Ok jetzt haben wir einen halbwegs soliden Start hingelegt, sind in der ersten Reihe gestartet und haben mit Speed die Linie gekreuzt.

Als nächstes ist das Wichtigste im freien Wind zu bleiben. Werden wir von anderen Booten behindert, müssen wir so schnell wie möglich aus dieser Behinderung kommen. Jeder Meter, den wir im Abwind eines anderen Bootes weitersegeln, macht es schwerer unser vordringlichstes Ziel auf der Startkreuz - freien Wind - zu erreichen.

Nach dem Start gibt es zwei wichtige Aufgaben: Erstens, das Boot möglichst optimal zu segeln und zweitens, die unmittelbare Umgebung zu beobachten. Wenn der Steuermann die unmittelbare Umgebung beobachtet, wird er von seiner vordringlichsten Aufgabe, das Boot auf maximalen Speed zu halten, abgelenkt. Einmal kurz zu stark in eine Welle gefahren, kann schon bedeuten viele Meter im gestörten Wind eines Gegners fahren zu müssen. Um sich ganz auf die Bootsgeschwindigkeit konzentrieren zu können, ist es sinnvoll ein anderes Crewmitglied für die Beobachtung der Gegner einzuteilen.

Im Folgenden ein paar Beispiele aus Informationen deines Beobachters und wie du reagieren solltest:
- Speed und Höhe gleich -> fahre so weiter
- das Leeboot langsamer und höher, geht sich aber aus -> fahre so weiter
- das Luvboot tiefer und schneller fährt auf uns -> versuche auch etwas tiefer und schneller zu segeln um zu verhindern, dass das Luvboot dich überläuft.

Natürlich kann es auch passieren, dass der Start nicht optimal gelingt und einige Boote vor uns sind und wir keinen freien Wind haben. In diesem Fall dürfen wir uns nicht unserem Schicksal ergeben, sondern müssen aktiv bleiben, so schnell wie möglich alle Alternativen durchdenken und nicht zögern die vermeintlich beste Lösung sofort durchzuziehen. Wie schaut es in Luv von uns aus? Haben wir Wendefreiheit? Können wir frei nach rechts segeln? Wo müssen wir vermutlich hinten vorbei fahren? Ist es besser in Lee durchzubrechen und so wieder freien Wind zu bekommen? So oder so ähnlich solltest du die Situation analysieren .

Es gibt immer Möglichkeiten dem Desaster zu entkommen. Allerdings sollte bei dem Recovery Plan die ursprüngliche Strategie für die Startkreuz nicht ganz aus den Augen verloren werden. Wenn wir eigentlich die Startkreuz eher auf der rechten Seite segeln wollten, ist es vielleicht nicht sehr sinnvoll etliche Meter für einen Leedurchbruch zu investieren, nur um dann später zu wenden und erst wieder auf die rechte Seite zu segeln. nach oben

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08 Segle den Schlag der dich näher zur nächsten Bahnmarke bringt

Natürlich sollte man einen Plan haben, wie man die erste Kreuz segelt. Aber wenn der Wind nicht klar einzuschätzen ist, kann der Plan auch aus der Grundregel bestehen immer den Schlag zu segeln, der uns näher zur Luvbahnmarke bringt. Falls die Luvbahnmarke tatsächlich gegen den Wind liegt, bedeutet das automatisch bei oszilierenden Winden immer im Lift zu segeln. Aber egal, ob du diesen Satz jetzt verstehst oder nicht, wenn dir nichts Besseres einfällt, halte dich einfach an die Überschrift dieses Punktes. Das gilt aber nur solange bis du in die Nähe der Layline kommst. Dann gilt Grundregel 12. Diese Grundregel gilt nicht nur auf der Kreuz, sondern auch am Vorwindkurs. Allerdings ist es am Vorwindkurs wichtiger in Zonen starken Windes zu bleiben. Also beobachte das Wellenbild und die Boote hinter dir und fahre dorthin, wo der Wind stärker ist. Erst wenn du in der Zone mit dem besten Wind bist, segle den Schlag, der dich näher zur nächsten Bahnmarke bringt.nach oben

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09 Lass die anderen nicht vor dir passieren

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Bei jedem Schlag den du Richtung Luvbahnmarke machst, werden dich Boote passieren. Entweder vor deinem Bug, oder hinter deinem Heck. Beobachte die anderen. Bevor du zu einer Gruppe von Booten kommst, die vor deinem Bug passieren will, wende voraus und in Lee von diesen Booten. Achte aber darauf dass du so rechtzeitig wendest, dass du nicht in den Abwind eines oder mehrerer Boote gerätst. Warum sollst du das machen? Es ist anzunehmen, dass die Boote, die vor deinem Bug passieren wollten, genau diesen Schlag fahren wollten, also wahrscheinlich segeln sie gerade höher am Wind als die durchschnittliche Windrichtung erlauben würde. Sie befinden sich demnach voraussichtlich auf einem "Lift". Währen die Boote gerade in einem "Header", hätten sie kein Interesse vor deinem Bug vorbeizufahren und hätten ihrerseits in Lee von dir gewendet..

Wenn nahezu alle Boote in die gleiche Richtung fahren und sogar die Abwinde der anderen in Kauf nehmen, sollte das Boot mit Bugnummer 51 schon einen guten Plan haben, um zu wissen warum es nicht in Lee der anderen wendet. nach oben

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10 Hole deine Gewinne ab

Eine alte Casinoregel besagt, dass nahezu jeder Casinobesucher im Laufe des Abends irgendwann im Plus ist. Zum Glück für das Casino spielen die meisten weiter und verlieren ihre Gewinne wieder. Diesen Fehler machen auch viele Segler. Angenommen dein Boot befindet sich in Lee voraus einer Gruppe von Booten. Alle segeln mit Wind von links und liegen bezogen auf den Wind gleichauf. Dreht der Wind nun nach rechts - die Spezialisten sagen du bekommst einen Header - müssen alle Boote abfallen. Dadurch verbessert sich deine Position im Verhältnis zu den anderen Booten. Allerdings falls der Wind wieder zurückdreht, bist du wieder gleichauf mit den anderen. Viele Segler verhalten sich nun wie die durchschnittlichen Spieler und hoffen, dass die Glücksträhne weiter anhält bzw. der Wind weiter drehen wird. Meist ist es dann aber so, dass der Wind zurück dreht und dein Vorteil dahin ist. Daher Grundregel 10: Hole deine Gewinne ab, bevor es zu spät ist. Zu spät ist es dann, wenn der Wind wieder zurückdreht, oder auch alle Boote die über dir waren schon gewendet haben, um die neue Windrichtung auszunutzen.

Diese Grundregel ist speziell nach dem Start strikt anzuwenden. Um deine Position zu festigen zählt jeder kleine Vorteil gegenüber deinen Gegnern. nach oben

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11 Meide die Layline

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Was versteht man unter der Layline? Die Layline zu Deutsch "Anlegelinie" ist die fiktive Linie die deinen schnellsten Kurs zur nächsten Bahnmarke begrenzt. Angenommen die nächste Bahnmarke befindet sich in Luv, ist die Layline genau die Linie, auf der du den letzten Schlag segeln müsstest, um direkt die Bahnmarke zu erreichen. Es ist einsichtig, dass das eine Ende der Linie immer die Bahnmarke ist. Das andere Ende der Linie liegt jeweils in Windrichtung + 90 Grad + 1/2 Wendewinkel. Da die Windrichtung aber selten konstant bleibt, verändert sich die Layline ständig. Angenommen du segelst direkt auf der Layline mit Wind von rechts zur nächsten Bahnmarke und der Wind dreht nach rechts, könntest du über die Bahnmarke segeln, wo du aber nicht hin willst. Also hast du nur die Möglichkeit die Schoten zu fieren und zu versuchen einen Teil deines Umwegs durch schnellere Geschwindigkeit wieder zurückzugewinnen. Du wirst verstehen, dass ein Boot, das unterhalb der ursprünglichen Laylinegewendet hat, und nun durch die Winddrehung die Bahnmarke ebenfalls erreicht, klar im Vorteil ist. Nehmen wir an, du befindest dich in der gleichen Situation wie vorher (Wind von rechts, optimaler Am Wind Kurs direkt zur Bahnmarke) und der Wind dreht nach links. In diesem Fall musst du abfallen und alle Boote in Lee von dir liegen plötzlich in einer besseren Situation als vorher.

Aber nicht nur die Windrichtung verändert die Lage der Layline, sondern wie wir vorhin in der Formel für die Richtung der Layline gesehen haben, auch der Wendewinkel. Da der Wendewinkel aller Boote sich in Abhängigkeit von der Windstärke verändert, kann auch eine Windstärkenänderung bewirken, dass du dich plötzlich außerhalb der Laylines befindest und mit offenen Schoten zur Bahnmarke musst, während dein wichtigster Konkurrent mit optimalen VMG Kurs unterwegs ist. Segelst du auf der Layline, verlierst du mit jeder Windrichtungsänderung aber auch Windstärkenänderung Boden gegen deine Gegner.

Ein weiterer Nachteil, wenn man sich einer Bahnmarke auf der Layline nähert ist, dass man selten ungestörten Wind hat, weil auch viele andere Boote sich auf der Layline oder leicht über der Layline an die Bahnmarke annähern.

Dennoch, irgendwann musst du bei der Bahnmarkenannäherung auf die Layline. Aber mache das nicht zu früh! Versuche die Entwicklung und die Entscheidungen deiner Gegner vorauszusehen und beachte die Wettfahrtregeln, die bei Annäherung an die Bahnmarke gelten.

Wir sind an der Layline und der Wind wird spitzer

Wir sind an der Layline und der Wind raumt

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12 Halse in Luv deiner Gegner

Hier geht es um den Vorwindkurs. Da alle modernen Boote heute schneller sind, wenn sie vor dem Wind kreuzen, lassen sich die meisten Regeln der Kreuz auch auf den Vorwindkurs anwenden. Die Begründung für diese Grundregel ist eigentlich gleich, wie die bei Regel 9. Bevor du zu einer Gruppe von Booten kommst, die vor deinem Bug, bzw. knapp hinter deinem Heck kreuzen würden, halse voraus und in Luv von diesen Booten. Achte aber darauf, dass du das rechtzeitig tust, damit du nicht in den Abwind gerätst. Es ist anzunehmen, dass die Boote, die dich passieren wollten, genau diesen Schlag fahren wollen, sonst hätten sie in Luv von dir gehalst. Entweder sie befinden sich gerade in einem Header, das heißt sie können tiefer segeln, als bei der durchschnittlichen Windrichtung, oder sie segeln zu einer Zone mit mehr Winddruck. nach oben

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